Linkaufbau mit Social-Bookmarkdiensten:
Linkaufbau mit Social-Bookmarkdiensten gehört mittlerweile für viele Webmaster zum Tagesgeschäft. Die – vor allem dauerhaften – Folgeerscheinungen können jedoch auch massiven Schaden für die eigenen Projekte anrichten.
Social-Bookmarks sind Internetlesezeichen, mit denen durch gemeinsames Indexieren vieler Benutzer die Inhalte eines Netzwerks erschlossen werden. Anders als bei reinen Suchmaschinen entsteht so ein Index an Inhalten, die im günstigsten Fall auch die ehrliche Meinung von Benutzern sind, welche diese Inhalte für interessant und nützlich halten. Die Bookmarks werden dabei über eine Browser – Oberfläche online gespeichert, verwaltet und mit anderen Benutzern geteilt. Ein Vorteil dabei ist, dass man über die Benutzerverwaltung des Social – Bookmarkdienstes seine persönlichen Favoriten immer und überall dabei hat. Für Websitebetreiber kann es interessant sein, verschiedene Social Bookmarkdienste auf seiner Seite zu verlinken. Man bietet so seinen Besuchern die Möglichkeit, mit wenigen Klicks diese Seite bei dem vom Benutzer bevorzugten Bookmarkdienst abzulegen. Gleichzeitig steigert der Webmaster damit die Chance, dass seine Seite auch tatsächlich gebookmarkt wird. Potenzial entwickeln diese Dienste aber auch für Webmaster, die über Backlinks Linkaufbau betreiben wollen.
Während Artikelverzeichnisse zumindest im Ansatz noch qualitativen Content verlangen scheinen Social Bookmarking Dienste gerade unter den Faulpelzen sehr beliebt zu sein, da man dafür ja nicht extra Content produzieren muss. Das System der Lesezeichen oder Favoriten, neudeutsch Social – Bookmarks, scheint auf den ersten Blick geeignet, äußerst schnell und effizient und vor allem ohne großen Aufwand Backlinks zu generieren. So gehören vor allem Webmaster und SEOs wohl zu der überwiegenden Nutzergruppe der Dienste. Max Normalnutzer wird wohl nur im Ausnahmefall klicken.
Und das System treibt seltsame Blüten: waren früher Inhalte und inhaltlich passende Bilder dominierend, schmücken heute eine Vielzahl lustiger Bookmark-Buttons die Seiten. Mittlerweilen dürften über eintausend Dienste online sein. Allerdings wirft auch dieser Boom seinen Schatten voraus.
Da es anscheinend auch noch zu viel Mühe macht sich bei mehreren Diensten einzutragen gibt es mittlerweile kostenpflichtige aber auch kostenlose Eintragsdienste wie zum Beispiel socialmatic.com. Derzeit trägt das Tool in fünfzehn Social – Bookmarkdienste (delirious, bibsonomy, faves, xilinus, buddymarks, connectedy, misterwong, blinklist, delicious, yahoo, blogmarks, markaboo, linkagogo, backflip, google, magnolia, linkroll, propeller, searchles, linkatopia und sphinn) ein . Eindeutiger Nachteil, – die Texte und Beschreibungen sind in allen Diensten gleich. Wen wundert es da, dass die Betreiber der Dienste entsprechend reagieren.
SeekXL machte es vor, der große Chinese machte es nach. Was vorher als wahre Goldgrube für den Linkaufbau aussah wird über Nacht vollkommen wertlos. Es entsteht ist eine riesige nofollow – Linkwüste. Massiver Linkverlust ist die Folge. Erschüttert stellt man dann auch noch fest, dass die mit den wertvollen Nischenkeys gefütterten Tagseiten der Social-Bookmarkdienst vor den eigenen Seiten gelistet werden.
Das Prinzip ist so einfach wie simpel. Hat der Dienst genügend Inhalte und ist populär genug kommt das nofollow-Attribut zum Einsatz. Weniger ausgehende Links und damit mehr Bedeutung für die Seitenstruktur des Dienstes ist die Folge. Diese Risiken werden wohl auch in Zukunft bestehen bleiben, egal, welchen Namen die Dienste tragen. Weshalb deren Nutzung auch stets mit entsprechender Vorsicht betrieben werden sollte.
Wer allerdings auf gezieltes Keywordpushing nicht verzichten möchte sollte andere Wege gehen. Guter Content auf dauerhaft verlässlichen und vertrauenswürdigen Parnerseiten ist wohl der bessere Weg. Linkaufbau mit Artikelverzeichnissen bringt dauerhaft mehr als Bookmarkdienste. Bookmark-Dienste sollten nicht für Linkaufbau missbraucht werden!

